Wehrpflichtersatz

Der Bundesrat hat beschlossen, die Änderung des WPEG auf den 1. Januar 2010 (Ersatzjahr 2010) in Kraft zu setzen. Die neuen Bestimmungen werden erstmals im Veranlagungsjahr 2011 zur Anwendung kommen, wenn die Wehrpflichtersatzabgabe betreffend das Ersatzjahr 2010 veranlagt wird.

Die Angehörigen der Armee werden durch die Eidg. Steuerverwaltung in Zusammenarbeit mit dem VBS auf die Änderungen im WPEG aufmerksam gemacht werden. Bedeutsam ist dies vor allem im Zusammenhang mit der neuen Regelung betreffend die Rückerstattung der Ersatzabgabe: Infolge von Dienstverschiebungen bezahlte Ersatzabgaben werden ab 2010 nicht mehr rückerstattet, sobald der verschobene Dienst nachgeholt worden ist, sondern erst, wenn die Gesamtdienstleistungspflicht erfüllt ist.

Neu sind auch die Erhöhung der Mindestabgabe von 200 auf 400 Franken sowie strengere Regeln betreffend der Reduktion der Ersatzabgabe: Eine Reduktion erfolgt künftig erst, wenn mehr als die Hälfte des entsprechenden Dienstes geleistet worden ist. Eine Dienstleistung, welche nur die Hälfte des zu leistenden Dienstes oder weniger umfasst, führt zu keiner Reduktion der Ersatzabgabe mehr. Mit den revidierten Bestimmungen des WPEG sollen die heute bestehenden Anreize beseitigt werden, entweder den «blauen Weg» zu beschreiten, statt die persönlichen Dienstleistungen zu erbringen, oder aber Dienste zu verschieben oder nur unvollständig zu leisten.

Der Wehrpflichtersatz betägt pro Jahr 3% des steuerbaren Einkommens (min. 200 Franken) und muss bis zum 30. Altersjahr bezahlt werden.

Wer Zivilschutz leistet, hat einen reduzierten Wehrpflichtersatz zu bezahlen. Dem Dienstplichtigen werden pro Diensttag 4% vom Wehrpflichtersatz abgezogen. Um die Ersatzabgabe nicht bezahlen zu müssen, hätte ein Angehöriger des Zivilschutzes theoretisch in einem Jahr 25 Diensttage zu leisten.